Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik

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Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik

 

Am Vorabend der sechsten Preisverleihung veranstaltete die Luise Büchner-Gesellschaft ein thematisch auf die Zielsetzung des Preises fokussiertes Symposium. Moderatorin war Ursula May vom Hessischen Rundfunk, der am Samstag, 23.12. um 18:04 auf HR 2 Kultur einen Mitschnitt ausstrahlen wird.

 

Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek.
Foto: Jutta Schütz

Im vollbesetzten Vortragssaal der Universitätsbibliothek diskutierten mit Bascha Mika, Lisa Ortgies, Barbara Sichtermann und Luise F. Pusch vier Preisträgerinnen der vergangenen Jahre sowie die diesjährige Preisträgerin Barbara Beuys über Rollenbilder – Rollenwandel. Perspektiven für Frauen in den Medien.

 

Preisträgerinnen und Moderatorin (von links):
B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur).
Foto Jutta Schütz

Die lebhafte und durchaus auch von unterschiedlichen Standpunkten aus geführte Debatte behandelte vor allem folgende Aspekte:

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen und Männern: von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern. Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus.

Doch warum spiegeln sich neue Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis so wenig in den Medien? Kann sich in den Sozialen Medien durch die Vervielfältigung medialer Möglichkeiten auch eine Vervielfältigung von diskriminierenden Frauenbildern verstecken?