Mittwoch, 18. April
Sophie von Heyl, Wohltäterin und Kunstsammlerin in Worms

 

 

Termin:   Mittwoch, 18. April 2018, Nachmittag

 

Nachmittagsfahrt nach Worms und Führung mit Maria Storf-Felden.

 

Die Wormser Industriellenfamilie Heyl entfaltete seit ihrem Aufstieg seit etwa 1850, gekrönt durch die Erhebung in den Adelsstand 1886, eine außerordentliche Vielfalt an öffentlichen Aktivitäten in Worms und darüber hinaus. Für die Förderung von Mädchen und Frauen hat sich vor allem Sophie von Heyl (1847-1915) hervorgetan: Sie gründete mehrere Frauenvereine und andere soziale und kulturelle Einrichtungen.

 

Wir besuchen u.a. das prächtige Stadtpalais der Heyls mit seinem
prachtvollen Treppenaufgang, Zimmerfluchten, stilvoller Ausstattung und Ausblicken auf den Dom. Das Haus ist heute ein Museum. Im dazugehörigen, kleinen Park lernen wir den Ort kennen, an dem Bischöfe und Kaiser residierten und der Reformator Martin Luther im Jahr 1521 „vor Reich und Kaiser“ stand und seine Thesen verteidigte.

 

Anmeldung bis zum 31. März bei Ilse Kuchemüller
E-Mail:

Telefon: 06151-44400

Donnerstag 24. Mai, um 19 Uhr
Mary Shelley – Schöpferin des Frankenstein

 

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:   Donnerstag 24. Mai 2018 um 19 Uhr

 

Mary Shelley – Leben und Leidenschaften der Schöpferin des Frankenstein

Lesung mit der Luise Büchner-Preisträgerin Barbara Sichtermann (Berlin)

 

Barbara Sichtermann, Autorin zahlreicher Bücher über Frauen, erzählt in ihrer Romanbiografie die spannende Geschichte einer inspirierenden, emanzipierten und starken Frau, die für die Liebe große Risiken eingeht und selbstbewusst ihren Traum vom Schreiben verfolgt.

 

Eintritt:   6 Euro, für Mitglieder der Luise-Büchner-Gesellschaft frei.

31. Mai – 3. Juni
Studienfahrt nach Leipzig

 

 

Vorankündigung: Den Termin bitte im Kalender vermerken.

 

Mehr Infos zu der Fahrt kommen Anfang März.

Dienstag, 12. Juni ab 15:00
Spaziergang anlässlich Luise Büchners Geburtstag

 

 

Treffpunkt: Am Luise-Büchner-Denkmal

Termin: 12. Juni 2018 (Luise Büchners Geburtstag) um 15 Uhr

 

 

Am 2. Juni 2017 wurde das Luise-Büchner-Denkmal feierlich eingeweiht. Die Vorstandsmitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft berichten über die Entstehung des Denkmals und lesen aus Luise Büchners unvollendeter Erzählung „Ein Dichter“, in der die Umgebung in den 1860er-Jahren beschrieben ist. Anschließend besuchen wir die Gräber von Luise Büchner und anderen Mitgliedern der Familie Büchner auf dem Alten Friedhof.

Mittwoch, 20. Juni um 18:00
Jahreshauptversammlung

 

 

Ort:  Literaturhaus, Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Termin:  20. Juni 2018 um 18 Uhr

 

Jahreshauptversammlung mit Wahlen

NACHLESE:
Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik

 

Am Vorabend der sechsten Preisverleihung veranstaltete die Luise Büchner-Gesellschaft ein thematisch auf die Zielsetzung des Preises fokussiertes Symposium. Moderatorin war Ursula May vom Hessischen Rundfunk, der am Samstag, 23.12. um 18:04 auf HR 2 Kultur einen Mitschnitt ausstrahlen wird.

Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek. Foto: Jutta Schütz
Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek.
Foto: Jutta Schütz

Im vollbesetzten Vortragssaal der Universitätsbibliothek diskutierten mit Bascha Mika, Lisa Ortgies, Barbara Sichtermann und Luise F. Pusch vier Preisträgerinnen der vergangenen Jahre sowie die diesjährige Preisträgerin Barbara Beuys über Rollenbilder – Rollenwandel. Perspektiven für Frauen in den Medien

Preisträgerinnen und Moderatorin (von links): B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur). Foto Jutta Schütz
Preisträgerinnen und Moderatorin (von links):
B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur).
Foto Jutta Schütz

Die lebhafte und durchaus auch von unterschiedlichen Standpunkten aus geführte Debatte behandelte vor allem folgende Aspekte:

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen und Männern: von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern. Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus.

Doch warum spiegeln sich neue Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis so wenig in den Medien? Kann sich in den Sozialen Medien durch die Vervielfältigung medialer Möglichkeiten auch eine Vervielfältigung von diskriminierenden Frauenbildern verstecken?

 

RESONANZ

21.07.2017, Darmstädter Echo: → Vorab-Info zum Symposium

27.11.2017, Darmstädter Echo: → Luise Büchner Symposium 2017

 

 

 

NACHLESE:
Verleihung des Luise Büchner-Preises an Barbara Beuys

 

Die Verleihung des Luise Büchner-Preises für Publizistik an die Schriftstellerin und Journalistin Barbara Beuys fand in festlichem Rahmen am 26. November 2017 im Darmstädter Literaturhaus statt.

 

Auf ihrer Sitzung am 29. März 2017 hatte die Jury des Luise Büchner-Preises für Publizistik Frau Dr. Barbara Beuys zur Preisträgerin des Jahres 2017 gewählt.

Luise Büchner-Preisträgerin 2017: Barbara Beuys
Luise Büchner-Preisträgerin 2017: Barbara Beuys

Auszug aus der Begründung der Preisvergabe an Frau Dr. Barbara Beuys durch die Jury:
Mit ihren fundierten historischen Arbeiten in journalistisch lebendiger Darstellung leistet Barbara Beuys einen wichtigen Beitrag zur Frauengeschichtsschreibung. Damit steht sie in der Tradition Luise Büchners, für die Schreiben und Reden über Geschichte ein wichtiger Teil ihrer publizistischen Arbeit war. Dies dient weiblicher Selbstvergewisserung ebenso wie dem Wissen darüber, dass Frauen einen unersetzlichen Anteil daran haben, Türen zum besseren Verständnis der Welt zu öffnen.

 

 

BERICHT zum Preis und zur Preisträgerin und

INTERVIEW mit der Preisträgerin: „Kein Mensch ist eine Insel“

Ein Teil des Preises ist die vom Darmstädter Echo gebotene Gelegenheit zur Gestaltung einer Zeitungsseite, die im Vorfeld der Preisverleihung erscheint.

24.11.2017, Darmstädter Echo: → Zur Preisträgerin Barbara Beuys

 

 

RESONANZ und LINKS

 

In der Juli/August 2017 Ausgabe (Heft 149), der Darmstädter Frauenzeitschrift MATHILDE  erschien unter dem Titel „Eindrucksvolle Frauen neu entdeckt“ ein Artikel von Barbara Beuys: → Eindrucksvolle Frauen

 

27.11.2017, Darmstädter Echo: → Bericht über Preisverleihung

 

 

NACHLESE:
Einweihung des Luise-Büchner-Denkmals

Ort: Döngesborngasse, Aufgang vom Justus-Liebig-Haus zur Pädagogstraße

Döngesborngasse
Döngesborngasse

 

Auf Initiative der Luise-Büchner-Gesellschaft e.V. und der Frauenbeauftragten der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Darmstadts berühmte Tochter Luise Büchner ein Denkmal erhalten, das am 2. Juni 2017 anlässlich der Gründung der Alice-Frauenvereine vor 150 Jahren enthüllt wurde.

Initiatorinnen: Edda Fees, Frauenbeauftragte Darmstadt & Agnes Schmidt, Vorsitzende Luise Büchner-Gesellschaft
Initiatorinnen: Edda Fees, Frauenbeauftragte Darmstadt & Agnes Schmidt, Vorsitzende Luise Büchner-Gesellschaft
Festakt mit Edda Fees, Frauenbeuftragte DA, Agnes Schmidt, Vorsitzende LBG & OB Jochen Partsch
Festakt mit Edda Fees, Frauenbeuftragte DA, Agnes Schmidt, Vorsitzende LBG & OB Jochen Partsch
Festakt mit Edda Fees, Agnes Schmidt, Barbara Akdeniz & OB Partsch
Festakt mit Edda Fees, Agnes Schmidt, Barbara Akdeniz & OB Partsch

Mit diesem Denkmal, dessen Entstehung durch großzügige Spenden von Einzelpersonen, Frauengruppen und anderen Institutionen möglich wurde, wird die Erinnerung an Darmstadts verdienstvolle Bürgerin auch im Stadtbild sichtbar.

Luise Büchner Künstlerin: Bärbel Dieckmann
Luise Büchner
Künstlerin: Bärbel Dieckmann

 

RESONANZ:

 

 

 

 

NACHLESE:
Studienfahrt nach Gouda

 

Familie Büchner war mit der holländischen Stadt Gouda vielfältig verbunden: Onkel der Büchnergeschwister lebten dort und Wilhelm Büchners Frau stammte aus Gouda. Auch sind von Luise Büchner mehrere Besuche bei den Verwandten belegt.

 

Vom 14. bis zum 18. Juni führte die diesjährige Sommerexkursion der Luise Büchner-Gesellschaft, durchdacht und vorbereitet durch Peter Brunner und den holländischen Autoren und Übersetzer Jan Gielkens, in die Niederlande. Hauptziel der 21 TeilnehmerInnen war Gouda, ein malerisches holländisches Städtchen mit Grachten, verwinkelten Gassen und einem lebendigen Marktplatz, dessen bekannter Käsemarkt am 15. Juni bei einer lebendigen Stadtführung besucht wurde.  Ein Schwerpunkt war die Besichtigung der Kirche Sint Jan mit ihren berühmten Glasfenstern, die uns von Paul Abels fachkundig erläutert wurden.

 

Der eigentliche Anlass für Gouda als Reiseziel war  allerdings Familie Büchners holländische Verwandtschaft, besonders das Leben von Wilhelm Büchner (geb. in Reinheim 1780, gest. in Gouda 1855),  dem Onkel der Geschwister Büchner. Wilhelm Büchner hat sich als Stadtarzt in Gouda  große Verdienste erworben, insbesondere in der Stadthygiene, der Seuchenbekämpfung und der Einführung der Pockenimpfung. Nicht nur im Museum wird an ihn erinnert, auch unsere Stadtführerin wusste über ihn zu berichten. Höhepunkt der Reise war der Besuch des Goudaer Büchnerhauses, das tatsächlich an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses von Wilhelm Büchner steht. Peter Brunner hat darüber ausführlich berichtet (s.u. BLOG „Neues aus Büchnerland“). Liebenswürdigerweise eingeladen vom Besitzer des Hauses, Khalid Boutachekourt., vermittelten Paul Abels und Jan Gielkens vor Ort  Einblicke in die Familiengeschichte, bevor im Beisein der örtlichen  Presse eine Erinnerungstafel enthüllt wurde. Hier lebten auch die beiden Pfungstädter Büchnerfrauen, Wilhelm Büchners Ehefrau Elisabeth Wilhelmine Frederika Büchner (geb. in Gouda 1821, gest. in Pfungstadt 1908) und Mathilda Büchner (geb. 1852 in Amsterdam, gestorben ebenfalls 1908 in Darmstadt), verheiratet mit Wilhelms Sohn Ernst zwischen 1876 und 1884. Die Ehe wurde geschieden.

 

An dem prall gefüllten Tag erlebten wir im Museum noch einen großartigen Vortrag über Leben  und Werk Erasmus von Rotterdams von Hans Trapman, einem der fundiertesten Erasmuskennern überhaupt.

 

Am Freitag besuchten wir Rotterdam. Die sehr informative Stadtführung brachte uns vor allem die moderne Architektur und dynamische Stadtentwicklung dieser rasch wachsenden Handelsstadt nahe. Dazu passte der Besuch des beeindruckenden Kunstmuseums Boymans van Beuningen mit einer äußerst kompetenten Führung.

 

Am Abend hatten wir im Hotel in Gouda Britta Böhler zu Gast, die eigentlich ihr Buch Über Thomas Manns Entscheidung vorstellen sollte, in dem es um die wenigen Tage geht, in denen Thomas Mann 1936 seinen berühmten Brief gegen den Nationalsozialismus schrieb. Widrige Umstände machten aber leider eine Lesung unmöglich. Frau Böhler lieferte stattdessen spontan eine höchst  ungewöhnliche Einführung in Politik und Leben in den Niederlanden. Die Buchpräsentation wird noch in diesem Herbst in Darmstadt nachgeholt.

 

Samstags besuchten wir Den Haag, den Regierungssitz. Wieder hatten wir eine gute Stadtführung und anschließend Gelegenheit, das Mauritshuis zu besuchen, ein 1644 errichtetes Adelspalais das,  seit 1822 Museum, heute die königliche Gemäldegalerie mit einer einzigartigen  Sammlung flämischer und holländischer Meisterwerke beherbergt.

 

Die Rückreise am Sonntag führte uns dann noch ins Haus Doorn, den Exilort von Wilhelm II, wo der offizielle Teil mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Orangerie endete. Ein längerer Reisebericht mit Bildern findet sich in Peter Brunners BLOG  „Neues aus Büchnerland“

Die Gouda-Exkursion der Luise Büchner-Gesellschaft