Donnerstag , 25. April um 19.30 Uhr
Katharina von Kardorff-Oheimb – Politikerin, Unternehmerin, Salonnière

 

Ort: Literaturhaus, Vortragsaal

Termin: 25. April 2019, 19:30 Uhr

 

Vortrag von Dr. Cornelia Baddack (Koblenz)

 

Katharina von Kardorff-Oheimb (1879–1962) gehörte zu den prominenten Köpfen der Weimarer Republik. Sie war zwischen 1920 und 1924 Mitglied des Reichstags für die Deutsche Volkspartei und engagierte sich auch in der Frauenbewegung. Sie leitete Fabriken und war Mutter von sechs Kindern. In ihrem Salon verkehrten wichtige Politiker wie zum Beispiel Reichspräsident Friedrich Ebert.

Dr. Cornelia Baddack hat in ihrer Dissertation das Leben und Wirken der Politikerin Katharina von Kardorff-Oheimb in der Weimarer Republik erforscht und stellt in ihrem Vortrag ihre wichtigsten Forschungsergebnisse vor.

Eintritt 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

 

Donnerstag, 9. Mai um 19 Uhr
Frauen der Sezession 1919 – Vortrag von Claus K. Netuschil

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:   Donnerstag, 9. Mai 2019, 19 Uhr

 

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Kunst Archiv Darmstadt e.V.

 

Das Jahr 1919 ist auch das Gründungsjahr der Künstlergruppe Darmstädter Sezession. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten drei Künstlerinnen, die Malerin und Zeichnerin Erna Pinner (1890-1987), die Zeichnerin Hedwig Dülberg-Arnheim (1894-1944) und die Kunststrickerin Hertha Koch-Michel (1891-1960).

 

In seinem Vortrag schildert Claus K. Netuschil, Vorsitzender des Kunst Archivs Darmstadt, die Lebenswege der Künstlerinnen und spricht über die weibliche Emanzipation in der Kunst in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts.

 

Eintritt 6 Euro, für Mitglieder frei

Sonntag, 26. Mai
„Ein Tag der Literatur“ in Hessen zum Thema: Stadt – Land – Fluss

 

Ort und genauer Termin werden zu gegebener Zeit benannt.

 

Das detaillierte Programm der Veranstaltung, die gemeinsam von der Luise Büchner-Gesellschaft, dem Büchner-Haus (Riedstadt-Goddelau) und der Büchnerbühne (Riedstadt – Leeheim) durchgeführt wird, wird gesondert verschickt bzw. hier veröffentlicht.

 

 

Dienstag, 4. Juni um 19 Uhr
Marion Poschmann liest aus ihrem Roman „Die Kieferninseln“

 

Gemeinsame Veranstaltung mit der Leitung des Literaturhauses

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:   4. Juni 2019, 19 Uhr

 

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen. Sie studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Prosa und Lyrik wurde sie vielfach ausgezeichnet, sie erhielt den Peter-Huchel-Preis und den Ernst-Meister-Preis für Lyrik; ihr Roman Die Sonnenposition gewann den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis und stand genauso auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises wie Die Kieferninseln.

Moderation: Ulrich Sonnenschein, Literaturredakteur und -kritiker bei hr2-Kultur

 

Eintritt 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

NACHLESE:
Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik

 

Am Vorabend der sechsten Preisverleihung veranstaltete die Luise Büchner-Gesellschaft ein thematisch auf die Zielsetzung des Preises fokussiertes Symposium. Moderatorin war Ursula May vom Hessischen Rundfunk, der am Samstag, 23.12. um 18:04 auf HR 2 Kultur einen Mitschnitt ausstrahlen wird.

Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek. Foto: Jutta Schütz
Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek.
Foto: Jutta Schütz

Im vollbesetzten Vortragssaal der Universitätsbibliothek diskutierten mit Bascha Mika, Lisa Ortgies, Barbara Sichtermann und Luise F. Pusch vier Preisträgerinnen der vergangenen Jahre sowie die diesjährige Preisträgerin Barbara Beuys über Rollenbilder – Rollenwandel. Perspektiven für Frauen in den Medien

Preisträgerinnen und Moderatorin (von links): B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur). Foto Jutta Schütz
Preisträgerinnen und Moderatorin (von links):
B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur).
Foto Jutta Schütz

Die lebhafte und durchaus auch von unterschiedlichen Standpunkten aus geführte Debatte behandelte vor allem folgende Aspekte:

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen und Männern: von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern. Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus.

Doch warum spiegeln sich neue Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis so wenig in den Medien? Kann sich in den Sozialen Medien durch die Vervielfältigung medialer Möglichkeiten auch eine Vervielfältigung von diskriminierenden Frauenbildern verstecken?

 

RESONANZ

21.07.2017, Darmstädter Echo: → Vorab-Info zum Symposium

27.11.2017, Darmstädter Echo: → Luise Büchner Symposium 2017

 

 

 

NACHLESE:
Verleihung des Luise Büchner-Preises an Barbara Beuys

 

Die Verleihung des Luise Büchner-Preises für Publizistik an die Schriftstellerin und Journalistin Barbara Beuys fand in festlichem Rahmen am 26. November 2017 im Darmstädter Literaturhaus statt.

 

Auf ihrer Sitzung am 29. März 2017 hatte die Jury des Luise Büchner-Preises für Publizistik Frau Dr. Barbara Beuys zur Preisträgerin des Jahres 2017 gewählt.

Luise Büchner-Preisträgerin 2017: Barbara Beuys
Luise Büchner-Preisträgerin 2017: Barbara Beuys

Auszug aus der Begründung der Preisvergabe an Frau Dr. Barbara Beuys durch die Jury:
Mit ihren fundierten historischen Arbeiten in journalistisch lebendiger Darstellung leistet Barbara Beuys einen wichtigen Beitrag zur Frauengeschichtsschreibung. Damit steht sie in der Tradition Luise Büchners, für die Schreiben und Reden über Geschichte ein wichtiger Teil ihrer publizistischen Arbeit war. Dies dient weiblicher Selbstvergewisserung ebenso wie dem Wissen darüber, dass Frauen einen unersetzlichen Anteil daran haben, Türen zum besseren Verständnis der Welt zu öffnen.

 

 

BERICHT zum Preis und zur Preisträgerin und

INTERVIEW mit der Preisträgerin: „Kein Mensch ist eine Insel“

Ein Teil des Preises ist die vom Darmstädter Echo gebotene Gelegenheit zur Gestaltung einer Zeitungsseite, die im Vorfeld der Preisverleihung erscheint.

24.11.2017, Darmstädter Echo: → Zur Preisträgerin Barbara Beuys

 

 

RESONANZ und LINKS

 

In der Juli/August 2017 Ausgabe (Heft 149), der Darmstädter Frauenzeitschrift MATHILDE  erschien unter dem Titel „Eindrucksvolle Frauen neu entdeckt“ ein Artikel von Barbara Beuys: → Eindrucksvolle Frauen

 

27.11.2017, Darmstädter Echo: → Bericht über Preisverleihung

 

 

NACHLESE:
Einweihung des Luise-Büchner-Denkmals

Ort: Döngesborngasse, Aufgang vom Justus-Liebig-Haus zur Pädagogstraße

Döngesborngasse
Döngesborngasse

 

Auf Initiative der Luise-Büchner-Gesellschaft e.V. und der Frauenbeauftragten der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Darmstadts berühmte Tochter Luise Büchner ein Denkmal erhalten, das am 2. Juni 2017 anlässlich der Gründung der Alice-Frauenvereine vor 150 Jahren enthüllt wurde.

Initiatorinnen: Edda Fees, Frauenbeauftragte Darmstadt & Agnes Schmidt, Vorsitzende Luise Büchner-Gesellschaft
Initiatorinnen: Edda Fees, Frauenbeauftragte Darmstadt & Agnes Schmidt, Vorsitzende Luise Büchner-Gesellschaft
Festakt mit Edda Fees, Frauenbeuftragte DA, Agnes Schmidt, Vorsitzende LBG & OB Jochen Partsch
Festakt mit Edda Fees, Frauenbeuftragte DA, Agnes Schmidt, Vorsitzende LBG & OB Jochen Partsch
Festakt mit Edda Fees, Agnes Schmidt, Barbara Akdeniz & OB Partsch
Festakt mit Edda Fees, Agnes Schmidt, Barbara Akdeniz & OB Partsch

Mit diesem Denkmal, dessen Entstehung durch großzügige Spenden von Einzelpersonen, Frauengruppen und anderen Institutionen möglich wurde, wird die Erinnerung an Darmstadts verdienstvolle Bürgerin auch im Stadtbild sichtbar.

Luise Büchner Künstlerin: Bärbel Dieckmann
Luise Büchner
Künstlerin: Bärbel Dieckmann

 

RESONANZ:

 

 

 

 

NACHLESE:
Studienfahrt nach Gouda

 

Familie Büchner war mit der holländischen Stadt Gouda vielfältig verbunden: Onkel der Büchnergeschwister lebten dort und Wilhelm Büchners Frau stammte aus Gouda. Auch sind von Luise Büchner mehrere Besuche bei den Verwandten belegt.

 

Vom 14. bis zum 18. Juni führte die diesjährige Sommerexkursion der Luise Büchner-Gesellschaft, durchdacht und vorbereitet durch Peter Brunner und den holländischen Autoren und Übersetzer Jan Gielkens, in die Niederlande. Hauptziel der 21 TeilnehmerInnen war Gouda, ein malerisches holländisches Städtchen mit Grachten, verwinkelten Gassen und einem lebendigen Marktplatz, dessen bekannter Käsemarkt am 15. Juni bei einer lebendigen Stadtführung besucht wurde.  Ein Schwerpunkt war die Besichtigung der Kirche Sint Jan mit ihren berühmten Glasfenstern, die uns von Paul Abels fachkundig erläutert wurden.

 

Der eigentliche Anlass für Gouda als Reiseziel war  allerdings Familie Büchners holländische Verwandtschaft, besonders das Leben von Wilhelm Büchner (geb. in Reinheim 1780, gest. in Gouda 1855),  dem Onkel der Geschwister Büchner. Wilhelm Büchner hat sich als Stadtarzt in Gouda  große Verdienste erworben, insbesondere in der Stadthygiene, der Seuchenbekämpfung und der Einführung der Pockenimpfung. Nicht nur im Museum wird an ihn erinnert, auch unsere Stadtführerin wusste über ihn zu berichten. Höhepunkt der Reise war der Besuch des Goudaer Büchnerhauses, das tatsächlich an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses von Wilhelm Büchner steht. Peter Brunner hat darüber ausführlich berichtet (s.u. BLOG „Neues aus Büchnerland“). Liebenswürdigerweise eingeladen vom Besitzer des Hauses, Khalid Boutachekourt., vermittelten Paul Abels und Jan Gielkens vor Ort  Einblicke in die Familiengeschichte, bevor im Beisein der örtlichen  Presse eine Erinnerungstafel enthüllt wurde. Hier lebten auch die beiden Pfungstädter Büchnerfrauen, Wilhelm Büchners Ehefrau Elisabeth Wilhelmine Frederika Büchner (geb. in Gouda 1821, gest. in Pfungstadt 1908) und Mathilda Büchner (geb. 1852 in Amsterdam, gestorben ebenfalls 1908 in Darmstadt), verheiratet mit Wilhelms Sohn Ernst zwischen 1876 und 1884. Die Ehe wurde geschieden.

 

An dem prall gefüllten Tag erlebten wir im Museum noch einen großartigen Vortrag über Leben  und Werk Erasmus von Rotterdams von Hans Trapman, einem der fundiertesten Erasmuskennern überhaupt.

 

Am Freitag besuchten wir Rotterdam. Die sehr informative Stadtführung brachte uns vor allem die moderne Architektur und dynamische Stadtentwicklung dieser rasch wachsenden Handelsstadt nahe. Dazu passte der Besuch des beeindruckenden Kunstmuseums Boymans van Beuningen mit einer äußerst kompetenten Führung.

 

Am Abend hatten wir im Hotel in Gouda Britta Böhler zu Gast, die eigentlich ihr Buch Über Thomas Manns Entscheidung vorstellen sollte, in dem es um die wenigen Tage geht, in denen Thomas Mann 1936 seinen berühmten Brief gegen den Nationalsozialismus schrieb. Widrige Umstände machten aber leider eine Lesung unmöglich. Frau Böhler lieferte stattdessen spontan eine höchst  ungewöhnliche Einführung in Politik und Leben in den Niederlanden. Die Buchpräsentation wird noch in diesem Herbst in Darmstadt nachgeholt.

 

Samstags besuchten wir Den Haag, den Regierungssitz. Wieder hatten wir eine gute Stadtführung und anschließend Gelegenheit, das Mauritshuis zu besuchen, ein 1644 errichtetes Adelspalais das,  seit 1822 Museum, heute die königliche Gemäldegalerie mit einer einzigartigen  Sammlung flämischer und holländischer Meisterwerke beherbergt.

 

Die Rückreise am Sonntag führte uns dann noch ins Haus Doorn, den Exilort von Wilhelm II, wo der offizielle Teil mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Orangerie endete. Ein längerer Reisebericht mit Bildern findet sich in Peter Brunners BLOG  „Neues aus Büchnerland“

Die Gouda-Exkursion der Luise Büchner-Gesellschaft