Montag, 25. Februar um 18 Uhr
„Auch wir wollen die Wahl haben!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

 

Ort:   Haus der Geschichte, Karolinenplatz 3

Termin:   Montag, 25. Februar 2019, 18 Uhr

 

„Auch wir wollen die Wahl haben!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland – Wie es begann und wie es weitergehen sollte.

 

Vortrag von Dr. Kerstin Wolff, Forschungsleiterin im Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel

 

In ihrem Vortrag zur Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland rollt die Historikerin Kerstin Wolff den langen Weg der Frauen zur politischen Partizipation auf. Sie zeigt, dass die ersten Stimmen, die ein politisches Wahlrecht für Frauen forderten, bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen und sich die Frauenstimmrechtsbewegung in Deutschland von dem in England oder den USA nicht wesentlich unterschied. Sie zeigt aber auch auf, dass das Frauenwahlrecht nur eine Etappe auf dem Weg zur Gleichberechtigung war und fragt, welche Instrumente heute angewendet werden können, wenn es darum geht, Parität in politischen Gremien zu erreichen.

 

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen Verein für Hessen.

Eintritt frei

Freitag, 8. März um 20 Uhr
Auf zur Wahl Bürgerin!

 

Ort:   Jagdhofkeller, Bessunger Straße 84 (nicht barrierefrei)

Termin:   Freitag, 8. März 2019, 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr

 

Auf zur Wahl Bürgerin!

Texte und Chansons am Internationalen Frauentag

 

Die Biedermänner von Darmstadt waren erschrocken: In Berlin, Paris und London gingen 1911 massenweise Frauen auf die Straße, um das Frauenstimmrecht einzufordern! Im Darmstädter Tagblatt lasen sie, dass auch manche Männer, Sozialdemokraten natürlich, diese Forderung unterstützten. Wo kommen wir denn hin in unserer kleinen beschaulichen Residenzstadt, wenn Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit plötzlich auch für Frauen gelten sollen?

Die Männer von Darmstadt konnten schließlich nicht verhindern, dass 1919 Frauen zu den Wahlurnen gingen und einige wenige sogar in den Landtag auf dem Luisenplatz und ins Rathaus auf dem Marktplatz einzogen. Am diesjährigen Internationalen Frauentag feiern wir die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren und es darf gelacht und anschließend getanzt werden!

 

Eintritt frei

Mittwoch, 27. März, 19.30 Uhr
Die Reichstagsabgeordnete und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt Marie Juchacz

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:   Mittwoch, 27. März, 19.30 Uhr

 

Die Reichstagsabgeordnete und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt Marie Juchacz

Vortrag von Dr. Dorothee Linnemann, Kuratorin der Frankfurter Ausstellung „Damenwahl“

Marie Juchacz ist heute vor allem dafür bekannt, dass sie als erste weibliche Abgeordnete eine Rede in einem deutschen Parlament hielt. Sie wird heute weniger als Frauenrechtlerin, sondern als Politikerin gewürdigt, obwohl sie schon früh für die Einführung des Frauenwahlrechts und weiterer Frauenrechte kämpfte. Dorothee Linnemann stellt in ihrem Vortrag Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Sozialdemokratin vor.

 

Brigitte Zypries, Bundesministerin a.D.  hat für diese Veranstaltung das Matronat (Schirmherrschaft) übernommen und steht nach dem Vortrag  für Fragen über ihre Erfahrungen als Politikerin von heute zur Verfügung.

 

Eintritt 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

 

Mittwoch, 3. April um 18 Uhr
Jahreshauptversammlung der Luise Büchner-Gesellschaft e.V.

 

Ort:   Literaturhaus, Sitzungssaal im 2. Stock, bitte am Osteingang klingeln!

Termin:   Mittwoch, 3. April 2019, 18 Uhr

 

Jahreshauptversammlung der Luise Büchner-Gesellschaft e.V.

Auch Gäste sind willkommen!

 

Freitag, 12. April um 19.30 Uhr
Blick in das 18. Jahrhundert: Emilie du Châtelet

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:  Freitag, 12. April 2019, 19.30 Uhr

 

Blick in das 18. Jahrhundert: Émilie du Châtelet – eine Gelehrte im Zeitalter der Aufklärung

Vortrag von Dr. Lieselotte Steinbrügge (emeritierte Professorin an der Ruhr Universität Bochum)

Émilie du Châtelet (1706-1749) war lange Zeit lediglich bekannt als die Geliebte des Philosophen Voltaire. Doch sie war viel mehr: Naturwissenschaftlerin, Philosophin, Übersetzerin. Der Vortrag gibt Einblicke in das Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Frau.

 

Eintritt 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

Donnerstag , 25. April um 19.30 Uhr
Katharina von Kardorff-Oheimb – Politikerin, Unternehmerin, Salonnière

 

Ort: Literaturhaus, Vortragsaal

Termin: 25. April 2019, 19:30 Uhr

 

Vortrag von Dr. Cornelia Baddack (Koblenz)

 

Katharina von Kardorff-Oheimb (1879–1962) gehörte zu den prominenten Köpfen der Weimarer Republik. Sie war zwischen 1920 und 1924 Mitglied des Reichstags für die Deutsche Volkspartei und engagierte sich auch in der Frauenbewegung. Sie leitete Fabriken und war Mutter von sechs Kindern. In ihrem Salon verkehrten wichtige Politiker wie zum Beispiel Reichspräsident Friedrich Ebert.

Dr. Cornelia Baddack hat in ihrer Dissertation das Leben und Wirken der Politikerin Katharina von Kardorff-Oheimb in der Weimarer Republik erforscht und stellt in ihrem Vortrag ihre wichtigsten Forschungsergebnisse vor.

Eintritt 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

 

Donnerstag, 9. Mai um 19 Uhr
Frauen der Sezession 1919 – Vortrag von Claus K. Netuschil

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:   Donnerstag, 9. Mai 2019, 19 Uhr

 

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Kunst Archiv Darmstadt e.V.

 

Das Jahr 1919 ist auch das Gründungsjahr der Künstlergruppe Darmstädter Sezession. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten drei Künstlerinnen, die Malerin und Zeichnerin Erna Pinner (1890-1987), die Zeichnerin Hedwig Dülberg-Arnheim (1894-1944) und die Kunststrickerin Hertha Koch-Michel (1891-1960).

 

In seinem Vortrag schildert Claus K. Netuschil, Vorsitzender des Kunst Archivs Darmstadt, die Lebenswege der Künstlerinnen und spricht über die weibliche Emanzipation in der Kunst in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts.

 

Eintritt 6 Euro, für Mitglieder frei

Sonntag, 26. Mai
„Ein Tag der Literatur“ in Hessen zum Thema: Stadt – Land – Fluss

 

Ort und genauer Termin werden zu gegebener Zeit benannt.

 

Das detaillierte Programm der Veranstaltung, die gemeinsam von der Luise Büchner-Gesellschaft, dem Büchner-Haus (Riedstadt-Goddelau) und der Büchnerbühne (Riedstadt – Leeheim) durchgeführt wird, wird gesondert verschickt bzw. hier veröffentlicht.

 

 

Dienstag, 4. Juni um 19 Uhr
Marion Poschmann liest aus ihrem Roman „Die Kieferninseln“

 

Gemeinsame Veranstaltung mit der Leitung des Literaturhauses

 

Ort:   Literaturhaus, Vortragssaal

Termin:   4. Juni 2019, 19 Uhr

 

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen. Sie studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Prosa und Lyrik wurde sie vielfach ausgezeichnet, sie erhielt den Peter-Huchel-Preis und den Ernst-Meister-Preis für Lyrik; ihr Roman Die Sonnenposition gewann den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis und stand genauso auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises wie Die Kieferninseln.

Moderation: Ulrich Sonnenschein, Literaturredakteur und -kritiker bei hr2-Kultur

 

Eintritt 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

NACHLESE:
Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik

 

Am Vorabend der sechsten Preisverleihung veranstaltete die Luise Büchner-Gesellschaft ein thematisch auf die Zielsetzung des Preises fokussiertes Symposium. Moderatorin war Ursula May vom Hessischen Rundfunk, der am Samstag, 23.12. um 18:04 auf HR 2 Kultur einen Mitschnitt ausstrahlen wird.

Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek. Foto: Jutta Schütz
Symposium am 25.11.2017. Vortragssaal der Universitätsbibliothek.
Foto: Jutta Schütz

Im vollbesetzten Vortragssaal der Universitätsbibliothek diskutierten mit Bascha Mika, Lisa Ortgies, Barbara Sichtermann und Luise F. Pusch vier Preisträgerinnen der vergangenen Jahre sowie die diesjährige Preisträgerin Barbara Beuys über Rollenbilder – Rollenwandel. Perspektiven für Frauen in den Medien

Preisträgerinnen und Moderatorin (von links): B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur). Foto Jutta Schütz
Preisträgerinnen und Moderatorin (von links):
B.Sichtermann (2015), L.F.Pusch (2016), B.Beuys (2017), B.Mika (2012), L.Ortgies (2014) und U.May (HR 2 Kultur).
Foto Jutta Schütz

Die lebhafte und durchaus auch von unterschiedlichen Standpunkten aus geführte Debatte behandelte vor allem folgende Aspekte:

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen und Männern: von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern. Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus.

Doch warum spiegeln sich neue Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis so wenig in den Medien? Kann sich in den Sozialen Medien durch die Vervielfältigung medialer Möglichkeiten auch eine Vervielfältigung von diskriminierenden Frauenbildern verstecken?

 

RESONANZ

21.07.2017, Darmstädter Echo: → Vorab-Info zum Symposium

27.11.2017, Darmstädter Echo: → Luise Büchner Symposium 2017