Freitag, 8. September ab 17 Uhr
Kulturfest der Vereine im Literaturhaus

 

Ort:   Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

 

Kulturfest der Vereine in und vor dem Literaturhaus

 

Die Luise Büchner-Bibliothek ist an diesem Tag von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Luise-Büchner-Bibliothek im Literaturhaus
Luise-Büchner-Bibliothek im Literaturhaus

Infomaterial und Buchgeschenk für Besucherinnen und Besucher (Die Büchners und Amerika oder Luise Büchners Weihnachtsmärchen).

 

Anschließend wird vor dem Haus mit Musik gefeiert.

 

 

Eintritt frei

 

Donnerstag, 21. September um 18 Uhr
Vortrag: Luise Büchner und Alice von Hessen und bei Rhein

 

Ort:   Luise Büchner-Bibliothek im Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
(2. Stock: Bitte an der Tür des Osteinganges klingeln!)

 

„Ich war glücklich in Gemeinschaft mit dieser liebenswürdigen und geistvollen Frau …“. Luise Büchner und Alice von Hessen und bei Rhein.
Vortrag von Agnes Schmidt, Leiterin der Luise-Büchner-Bibliothek.

 

 

Luise Büchner (li) und Prinzessin Alice (re)

Luise Büchner (li) und Prinzessin Alice (re)

 

Luise Büchners Zusammenarbeit mit Prinzessin Alice (ab 1877 Großherzogin) war ein Glücksfall für Darmstadts Frauenwelt:

Vor 150 Jahren gründeten sie zusammen mehrere Frauenbildungsvereine, die für Mädchen und Frauen eine qualifizierte Ausbildung und den Zugang zur Berufstätigkeit ermöglichten. Auf ihre Initiative hin fand im Herbst 1872 die erste Generalversammlung der deutschen Frauenbildungs- und Erwerbsvereine in Darmstadt statt, die weit über Darmstadts Grenzen hinaus Aufsehen erregt hat.
Eintritt frei

Dienstag, 24. Oktober um 19 Uhr
Lesung: Die Freiheit der Emma Herwegh

 

Ort:   Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

 

Die Freiheit der Emma Herwegh.
Dirk Kurbjuweit liest aus seinem biographischen Roman.

 

Gemeinsame Veranstaltung mit der Programmleitung des Literaturhauses im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Kulturregion FrankfurtRheinMain „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“.

 

Emma Herwegh (1817 - 1904)
Emma Herwegh (1817 – 1904)

Emma Herwegh (1817 – 1904) war eine Zeitgenossin von Luise Büchner.

 

An der Seite ihres Mannes Georg Herwegh kämpfte sie 1848 in der Badischen Revolution und ging mit ihm ins Exil nach Zürich.

Dort schrieb er das Gedicht „Zum Andenken an Georg Büchner, den Verfasser von Dantons Tod“, das mit den Zeilen beginnt:

 

Die Guten sterben jung,

Und deren Herzen trocken, wie der Staub

Des Sommers, brennen bis zum letzten Stumpf.

 

Eintritt: 6 Euro,

für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei.

 

 

 

 

Montag, 30. Oktober um 18 Uhr
Vorstellung der Jubiläumsschrift 150 Jahre Alice-Vereine

 

Ort:   Haus der Geschichte – Vortragssaal

(Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt)

 

Vorstellung der Jubiläumsschrift zur Gründung der Alice-Vereine vor 150 Jahren.
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen
Verein für Hessen.

 

Kochschule des Alice-Vereins für Frauenbildung und -erwerb um 1920
Kochschule des Alice-Vereins für Frauenbildung und -erwerb um 1920

Alice-Frauenvereine für Krankenpflege und Alice-Schulen gab es nicht nur in Darmstadt, sondern auch in anderen Städten des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Frauen aus Gießen, Mainz, Offenbach und Worms haben die Geschichte der Zweigvereine erforscht und stellen ihre Ergebnisse vor.

 

Eintritt frei

Freitag, 17. November um 19 Uhr
Britta Böhler: Der Brief des Zauberers

 

Ort:   Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Britta Böhler (Amsterdam) liest aus ihrem Roman
Der Brief des Zauberers

 

Britta Böhler, Amsterdam
Britta Böhler, Amsterdam

Die in Freiburg geborene Autorin dieses Thomas-Mann-Romans lebt seit 1991 in Amsterdam, wo sie als Rechtsanwältin und Politikerin tätig ist. Sie war Strafverteidigerin in vielen spektakulären Prozessen. Seit 2012 ist sie Professorin
an der Universität von Amsterdam. Der Brief des Zauberers ist ihr erster Roman.
Sie schildert darin mit großem Einfühlungsvermögen drei dramatische Tage im Leben von Thomas Mann im Züricher Exil.

 

Eintritt: 6 Euro,
für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei.

Samstag, 25. November um 16 Uhr
Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik

 

Ort:   Vortragssaal der Universitätsbibliothek (Magdalenenstr. 8, 64289 Darmstadt)

 

Rollenbilder – Rollenwandel. Perspektiven für Frauen in den Medien
Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für
Publizistik:

Bascha Mika & Lisa Ortgies, 2 der Preisträgerinnen und Symposiumsteilnehmerinnen
Bascha Mika & Lisa Ortgies, 2 der Preisträgerinnen und Symposiumsteilnehmerinnen

Bascha Mika (FR),

Julia Voss (FAZ),

Lisa Ortgies (WDR),

Barbara Sichtermann und

Barbara Beuys (freie Autorinnen).

 

Moderation: HR2 Kultur

 

 

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen und Männern: von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern. Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus.

 

Doch warum spiegeln sich neue Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis so wenig in den Medien? Kann sich in den Sozialen Medien durch die Vervielfältigung medialer Möglichkeiten auch eine Vervielfältigung von diskriminierenden Frauenbildern verstecken?

Über diese Fragen diskutieren Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik.
Anmeldung: info@luise-buechner-gesellschaft.de oder per Post: Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt

 

 

Sonntag, 26. November um 11 Uhr
Verleihung des Luise Büchner-Preises an Barbara Beuys

 

Ort:   Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

 

Verleihung des Luise Büchner-Preises an die Schriftstellerin und Journalistin Barbara Beuys

 

Auf ihrer Sitzung am 29. März 2017 hat die Jury des Luise Büchner-Preises für Publizistik Frau Dr. Barbara Beuys zur Preisträgerin des Jahres 2017 gewählt.

Luise Büchner-Preisträgerin 2017: Barbara Beuys
Luise Büchner-Preisträgerin 2017: Barbara Beuys

Auszug aus der Begründung der Preisvergabe an Frau Dr. Barbara Beuys durch die Jury:
Mit ihren fundierten historischen Arbeiten in journalistisch lebendiger Darstellung leistet Barbara Beuys einen wichtigen Beitrag zur Frauengeschichtsschreibung. Damit steht sie in der Tradition Luise Büchners, für die Schreiben und Reden über Geschichte ein wichtiger Teil ihrer publizistischen Arbeit war. Dies dient weiblicher Selbstvergewisserung ebenso wie dem Wissen darüber, dass Frauen einen unersetzlichen Anteil daran haben, Türen zum besseren Verständnis der Welt zu öffnen.

 

An die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft werden Ende Oktober gesonderte Einladungen für das Symposium und die Preisverleihung verschickt.

 

Sonntag, 10. Dezember (2. Advent) ab 15:00 Uhr
Morgen kommt die Weihnachtsfrau

Ort:   Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

 

Termin:   ab 15 Uhr: Basar der Alice-Eleonoren-Schule

16 – 17 Uhr: Lesung mit Musik — Morgen kommt die Weihnachtsfrau

 

Die Berliner Verlegerin Brigitte Ebersbach hat zusammen mit ihrer Kollegin Sascha N. Simon „etwas andere“ Weihnachtsgeschichten gesammelt als gewohnt. Die durchweg lustigen Texte von Vicki Baum, Lily Brett, Doris Dörrié u.a. werden von Jutta Schütz gelesen.

herausgegeben von Brigitte Ebersbach & Sascha N. Simon
herausgegeben von Brigitte Ebersbach & Sascha N. Simon

Die Lesung wird von Susanne Hardick  musikalisch begleitet. Als Solistin begeistert die deutsch-niederländische Pianistin Susanne Hardick seit Jahren auch das Darmstädter Publikum. Als Gründerin und Leiterin der Musikakademie Darmstadt bietet sie zusammen mit ihrem dynamischen jungen Team einen hochgradigen Unterricht in allen Musikrichtungen an.

 

Vor und nach der Lesung werden Textilarbeiten von Schülerinnen und Schülern der Alice-Eleonoren-Schule gezeigt und verkauft.

 

Eintritt frei

 

 

NACHLESE:
Einweihung des Luise-Büchner-Denkmals

Ort: Döngesborngasse, Aufgang vom Justus-Liebig-Haus zur Pädagogstraße

Döngesborngasse
Döngesborngasse

 

Auf Initiative der Luise-Büchner-Gesellschaft e.V. und der Frauenbeauftragten der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Darmstadts berühmte Tochter Luise Büchner ein Denkmal erhalten, das am 2. Juni 2017 anlässlich der Gründung der Alice-Frauenvereine vor 150 Jahren enthüllt wurde.

Initiatorinnen: Edda Fees, Frauenbeauftragte Darmstadt & Agnes Schmidt, Vorsitzende Luise Büchner-Gesellschaft
Initiatorinnen: Edda Fees, Frauenbeauftragte Darmstadt & Agnes Schmidt, Vorsitzende Luise Büchner-Gesellschaft
Festakt mit Edda Fees, Frauenbeuftragte DA, Agnes Schmidt, Vorsitzende LBG & OB Jochen Partsch
Festakt mit Edda Fees, Frauenbeuftragte DA, Agnes Schmidt, Vorsitzende LBG & OB Jochen Partsch
Festakt mit Edda Fees, Agnes Schmidt, Barbara Akdeniz & OB Partsch
Festakt mit Edda Fees, Agnes Schmidt, Barbara Akdeniz & OB Partsch

Mit diesem Denkmal, dessen Entstehung durch großzügige Spenden von Einzelpersonen, Frauengruppen und anderen Institutionen möglich wurde, wird die Erinnerung an Darmstadts verdienstvolle Bürgerin auch im Stadtbild sichtbar.

Luise Büchner Künstlerin: Bärbel Dieckmann
Luise Büchner
Künstlerin: Bärbel Dieckmann

 

RESONANZ:

 

 

 

 

NACHLESE:
Studienfahrt nach Gouda

 

Familie Büchner war mit der holländischen Stadt Gouda vielfältig verbunden: Onkel der Büchnergeschwister lebten dort und Wilhelm Büchners Frau stammte aus Gouda. Auch sind von Luise Büchner mehrere Besuche bei den Verwandten belegt.

 

Vom 14. bis zum 18. Juni führte die diesjährige Sommerexkursion der Luise Büchner-Gesellschaft, durchdacht und vorbereitet durch Peter Brunner und den holländischen Autoren und Übersetzer Jan Gielkens, in die Niederlande. Hauptziel der 21 TeilnehmerInnen war Gouda, ein malerisches holländisches Städtchen mit Grachten, verwinkelten Gassen und einem lebendigen Marktplatz, dessen bekannter Käsemarkt am 15. Juni bei einer lebendigen Stadtführung besucht wurde.  Ein Schwerpunkt war die Besichtigung der Kirche Sint Jan mit ihren berühmten Glasfenstern, die uns von Paul Abels fachkundig erläutert wurden.

 

Der eigentliche Anlass für Gouda als Reiseziel war  allerdings Familie Büchners holländische Verwandtschaft, besonders das Leben von Wilhelm Büchner (geb. in Reinheim 1780, gest. in Gouda 1855),  dem Onkel der Geschwister Büchner. Wilhelm Büchner hat sich als Stadtarzt in Gouda  große Verdienste erworben, insbesondere in der Stadthygiene, der Seuchenbekämpfung und der Einführung der Pockenimpfung. Nicht nur im Museum wird an ihn erinnert, auch unsere Stadtführerin wusste über ihn zu berichten. Höhepunkt der Reise war der Besuch des Goudaer Büchnerhauses, das tatsächlich an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses von Wilhelm Büchner steht. Peter Brunner hat darüber ausführlich berichtet (s.u. BLOG „Neues aus Büchnerland“). Liebenswürdigerweise eingeladen vom Besitzer des Hauses, Khalid Boutachekourt., vermittelten Paul Abels und Jan Gielkens vor Ort  Einblicke in die Familiengeschichte, bevor im Beisein der örtlichen  Presse eine Erinnerungstafel enthüllt wurde. Hier lebten auch die beiden Pfungstädter Büchnerfrauen, Wilhelm Büchners Ehefrau Elisabeth Wilhelmine Frederika Büchner (geb. in Gouda 1821, gest. in Pfungstadt 1908) und Mathilda Büchner (geb. 1852 in Amsterdam, gestorben ebenfalls 1908 in Darmstadt), verheiratet mit Wilhelms Sohn Ernst zwischen 1876 und 1884. Die Ehe wurde geschieden.

 

An dem prall gefüllten Tag erlebten wir im Museum noch einen großartigen Vortrag über Leben  und Werk Erasmus von Rotterdams von Hans Trapman, einem der fundiertesten Erasmuskennern überhaupt.

 

Am Freitag besuchten wir Rotterdam. Die sehr informative Stadtführung brachte uns vor allem die moderne Architektur und dynamische Stadtentwicklung dieser rasch wachsenden Handelsstadt nahe. Dazu passte der Besuch des beeindruckenden Kunstmuseums Boymans van Beuningen mit einer äußerst kompetenten Führung.

 

Am Abend hatten wir im Hotel in Gouda Britta Böhler zu Gast, die eigentlich ihr Buch Über Thomas Manns Entscheidung vorstellen sollte, in dem es um die wenigen Tage geht, in denen Thomas Mann 1936 seinen berühmten Brief gegen den Nationalsozialismus schrieb. Widrige Umstände machten aber leider eine Lesung unmöglich. Frau Böhler lieferte stattdessen spontan eine höchst  ungewöhnliche Einführung in Politik und Leben in den Niederlanden. Die Buchpräsentation wird noch in diesem Herbst in Darmstadt nachgeholt.

 

Samstags besuchten wir Den Haag, den Regierungssitz. Wieder hatten wir eine gute Stadtführung und anschließend Gelegenheit, das Mauritshuis zu besuchen, ein 1644 errichtetes Adelspalais das,  seit 1822 Museum, heute die königliche Gemäldegalerie mit einer einzigartigen  Sammlung flämischer und holländischer Meisterwerke beherbergt.

 

Die Rückreise am Sonntag führte uns dann noch ins Haus Doorn, den Exilort von Wilhelm II, wo der offizielle Teil mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Orangerie endete. Ein längerer Reisebericht mit Bildern findet sich in Peter Brunners BLOG  „Neues aus Büchnerland“

Die Gouda-Exkursion der Luise Büchner-Gesellschaft