Garten in Milton Keynes. Foto Christine von Prümmer
Die Luise Büchner-Gesellschaft & die Luise Büchner-Bibliothek sind bis auf Weiteres nicht im Literaturhaus zu erreichen.
Die Luise-Büchner-Bibliothek im Literaturhaus bleibt während der hessischen Sommerferien geschlossen.
Danach ist sie wieder zur gewohnten Zeit
donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.
DO 17. September 2026, 17 Uhr Erinnerung an den 500. Geburtstag von Olympia Morata
Datum: 17. September 2026, 17 – 18:30 Uhr
Ort: Literaturhaus, Besprechungsraum (2. Etage)
Christine von Prümmer erinnert an den
500. Geburtstag der Dichterin und Humanistin Olympia Fulvia Morata
Olympia Fulvia Morata
Der genaue Tag ist nicht bekannt. Sicher ist, dass Olympia Fulvia Morata im Jahr 1526 – vor 500 Jahren – in der norditalienischen Stadt Ferrara geboren wurde.
Wer war Olympia Morata und warum wollen wir, die Luise Büchner Gesellschaft, den 500. Geburtstag dieser Frau feiern? In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, einer Zeit, in der Mädchen normalerweise schulischer Unterricht oder gar ein Studium nicht vergönnt war, wurde die begabte und wissbegierige Tochter vom Vater in Griechisch und Latein unterrichtet. Schon als „Teenager“ kam sie an den Hof, wo sie mit ihrer klassischen Ausbildung glänzte und als „Wunder ihres Jahrhunderts“ gefeiert wurde.
Olympia Morata war eine Frau, die das lebende Beispiel für das bekannte Zitat von Luise Büchner„Feder und Wort sind Euch gegeben, so gut wie dem Manne!“ hätte sein können. Für mich jedenfalls, die 1966 an der Olympia-Morata-Schule in Schweinfurt Abitur gemacht hat, war sie immer eine Leitfigur, über die ich gerne mit Ihnen / Euch plaudern würde.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Gäste sind willkommen.
DO 1. Oktober 2026 Tagesfahrt zur Kunsthalle Mannheim Führung durch die Ausstellung „Radikal Real“. Nouveau Réalisme und die Kunst der 1960er Jahre
Datum: 1. Oktober 2026,
Führung durch die Austellung: 12 – 13:30 Uhr
Ort: Kunsthalle Mannheim
Führung durch die Ausstellung „Radikal Real. Nouveau Réalisme und die Kunst der 1960er Jahre“ Tagesfahrt zur Kunsthalle Mannheim
„Die Kunsthalle Mannheim widmet dem Nouveau Réalisme und seinem Umfeld die größte Sonderausstellung in Deutschland seit mehr als fünfzehn Jahren. Das Projekt zeichnet zum ersten Mal eine umfassende, multipolare und globale Kartografie der Bewegung mit Epizentrum in Paris, deren internationale Ausdehnung über die 1960 von Pierre Restany initiierte und unterstützte Gruppe hinausgeht.
Von der Nachkriegszeit bis in die frühen 1970er Jahre beschäftigten sich viele Künstler*innen in Europa, Lateinamerika und den USA mit dem Potenzial des gefundenen Objekts als künstlerischem Material. Durch die direkte Auseinandersetzung mit der Realität entwickelten sie neue, oft radikale Ausdrucksformen. Ihre Themen reichten von Fragen nach Körper und Identität bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit Industriegesellschaft und Umweltzerstörung.
Ausgehend von herausragenden Werken aus der Sammlung der Kunsthalle – mit Hauptwerken von Arman, César, Yves Klein, Mimmo Rotella, Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle und Jacques de la Villeglé – verfolgt die Ausstellung die künstlerischen Entwicklungen des Nouveau Réalisme bis in die frühen 1970er-Jahre. Daneben zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von Künstler*innen wie Alina Szapocznikow und anderen, die zeitgleich an ähnlichen Fragestellungen gearbeitet und wesentlich zur Definition der neuen Sprachen beigetragen haben.“
(Bild und Text: Kunsthalle Mannheim)
Wir fahren um 9.53 Uhr ab Hauptbahnhof Darmstadt mit dem RE 60 zum Hauptbahnhof Mannheim. Von dort ist es ein etwa 10-minütiger Fußweg zur Kunsthalle. Um 12 Uhr beginnt die Führung in der Kunsthalle Mannheim. Danach gibt es die Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen.
Fahrt und Verpflegung erfolgen auf eigene Rechnung. Für Eintritt und Führung zahlen Mitglieder 23 Euro, Gäste 28 Euro. Die Anmeldung muss bis 11. September 2026 erfolgen.
Sie wird wirksam nach Eingang des fälligen Betrages. Anmeldung bei:
MI 14. Oktober 2026, 18 Uhr Hannah Arendts Buch über Rahel Varnhagen Bibliotheksgespräch
Hannah Arendts Buch über Rahel Varnhagen Die Geschichte eines Manuskripts Bibliotheksgespräch
G. Küstner: Rahel Varnhagen (Lithographie nach einem Pastell von M. Daffinger, 1818)
Bereits während ihres Studiums im Heidelberg begann Hannah Arendt (1906-1975), sich für die Literatur der deutschen Romantik zu interessieren. Kurz nach dem Abschluss ihrer Dissertation (1928) studierte sie in der Berliner Staatsbibliothek das Brief- und Tagebuchmaterial des Varnhagen-Archivs mit dem Ziel, eine „experimentelle“ Biografie über Rahel Varnhagen (1771 – 1833) zu schreiben. Das Manuskript war fast fertig als Arendt im Frühjahr 1933 von der Gestapo verhaftet wurde. Es gelang ihr die Flucht vorerst nach Paris, später nach Amerika.
Was geschah mit ihrem Rahel-Manuskript?
In unserem Bibliotheksgespräch zu ihrem 100. Geburtstag wollen
wir diese Frage klären.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Gäste sind willkommen.
DI 20. Oktober 2026, 18 Uhr Almut Seiler-Dietrich Afrikanische Frauenliteratur
Almut Seiler-Dietrich ist eine Autorin, die vornehmlich als Vermittlerin der Literatur aus dem subsaharischen Afrika in Deutschland hervorgetreten ist.
In ihrem Vortrag Das Paradies der Frauen geht sie einer für die afrikanische Frauenliteratur existenziellen Frage nach:
Autorinnen aus dem subsaharischen Afrika sind seit Jahrzehnten in der Literatur präsent. Sie setzen ihre Erfahrungen künstlerisch um und erzählen von Kindheit und Mutterschaft, von der Bewältigung des Alltags in Beruf und Familie, von Polygamie und Paternalismus. Sie schreiben über koloniale und nachkoloniale Gewalt und fragen sich, ob es auch für sie ein Paradies gibt.
Eintritt 7,50 Euro, für Mitglieder der LBG ist der Eintritt frei.
DO 5. November 2026, 19 Uhr Florence Hervé: Juliette Gréco & Barbara Musikalisch-literarische Soirée
Datum: Donnerstag, 5. November 2026, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus, Vortragssaal
Florence Hervé:
Juliette Gréco & Barbara
Musikalisch-literarische Soirée
in Kooperation mit Deutsch-Französischem-Kreis
Darmstadt e.V.
Juliette Gréco 1966 (Jack de Nijs)
Barbara 1968 (Jack de Nijs)
Juliette Gréco, 1966 Barbara , 1968
(Jack de Nijs). (Jack de Nijs)
Die Luise-Büchner-Preisträgerin 2021, Florence Hervé, stellt die beiden großen französischen Sängerinnen und Chanson-Poetinnen Juliette Gréco (1927-2020) und Barbara (1930-1997) im Literaturhaus vor.
Beide gelten als Ikonen des französischen Liedes:
Juliette Gréco gilt als „Muse des Existenzialismus“ – Barbara hat mit
„Göttingen“ die Hymne für die deutsch-französische Verständigung
geschrieben und gesungen.
Ihre unterschiedlichen Lebenswege beschreibt Florence Hervé
in ihrem Vortrag.
Zitate aus Briefen liest Bettina Bergstedt.
Die musikalische Begleitung und Interpretation ihrer Chansons
gestalten Petra Bassus (Gesang) und Michael Erhard (Piano).
Eintritt 15 Euro, für Mitglieder der LBG und DFKD 10 Euro
DO 19. November 2026, 18 Uhr George Sands Roman Nanon Bibliotheksgespräch
In der Literatur des 19. Jahrhundert war George Sand (1804 – 1876) die berühmteste Schriftstellerin der Welt. Ihre Romane und ihre außergewöhnliche Persönlichkeit faszinierten sowohl Frauen als auch Männer. Auch die Darmstädter L(o)uisen, Dittmar und Büchner, gehörten nachweislich zu Leserinnen der berühmten Französin.
In ihrem 150. Todesjahr ( 8. Juni 1876) wollen wir ihren Roman Nanon vorstellen. Das Buch erzählt die Geschichte eines Bauernmädchens, das 1789 aktiv an den revolutionären Ereignissen teilnahm. Der Roman ist eine packende Emanzipations- und Bildungsgeschichte einer Frau in einem männlich geprägten Jahrhundert.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Gäste sind willkommen.
SO 29. November 2026, 11 Uhr Luise-Büchner-Preisverleihung 2026 an Franziska Schutzbach
Termin: Sonntag, 29. November 2026, 11 Uhr
Ort: Orangerie
Verleihung des Luise-Büchner-Preises für Publizistik2026 an Franziska Schutzbach
Franziska Schutzbach. Foto privat
Die Luise Büchner-Gesellschaft vergibt den diesjährigen Luise-Büchner-Preis für Publizistik an die Schweizer Soziologin und Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach.
Mit ihren Büchern Die Erschöpfung der Frauen (2021) und zuletzt Revolution der Verbundenheit (2024) zählt sie zu den meistbeachteten feministischen Stimmen im deutschsprachigen Raum.
Neben der weiblichen Perspektive richtet sie ihren Blick auch auf die männliche Seite: Schutzbach forscht zu Antifeminismus, Misogynie und den Kommunikationsstrategien rechtspopulistischer Bewegungen, etwa dazu, wie sich Männlichkeitsbilder radikalisieren und zum Einfallstor für rechtsnationales Denken werden.
Franziska Schutzbach, geboren 1978, promovierte an der Universität Basel und lehrt derzeit an den Universitäten in Basel und Zürich.
Der Preis ist mit vom Lions Club Louise Büchner bereitgestellten 3.000 Euro dotiert und erinnert seit 2012 an die Darmstädter Frauenrechtlerin und Publizistin Luise Büchner (1821–1877).
Die Veranstaltung ist öffentlich,
der Eintritt ist frei.
SA 5. Dezember 2026, 16 Uhr Adventsfeier
Termin: Samstag, 5. Dezember 2026, 16 Uhr
Ort: Literaturhaus, Vortragssaal (EG)
Vorweihnachtszeit
Mit Gesprächen, Lesungen und Musik
Der Eintritt ist frei.
DO 10. Dezember 2026, 18 Uhr Vicki Baums erster erfolgreicher Roman Bibliotheksgespräch
Vicki Baums Roman Stud. chem. Helene Willfüer Bibliotheksgespräch
Vicky Baum um 1930
1928 erschien der Roman Stud. chem. Helene Willfüer von Vicki Baum (1888-1960), der seine Autorin schlagartig bekannt machte. Sie beschrieb darin das Schicksal einer jungen Frau in der Weimarer Republik. Die Protagonistin gehört zu der neuen Generation der Frauen, die zwar bereits studieren können, jedoch immer noch durch frauenfeindliche Gesetzte und Vorurteile gefesselt sind. Durch Zähigkeit und einen starken Willen gelingt es Helene Willfüer jedoch, Karriere zu machen und auch im Privatleben Erfolg zu haben, was in der Realität für Frauen in dieser Zeit meist noch utopisch war.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Gäste sind willkommen.